Kategorie-ArchivEEG und Energiepolitik

EU map with a plug

„Drohender Rückschritt für Europas Energiewende“

Es geht um viel: Wie soll Europas Strommarkt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen? Und welche Rollen sollen erneuerbare und konventionelle Energieträger dort künftig spielen? Diese Fragen werden zwischen Regierungen, EU-Institutionen und Branche derzeit heftig diskutiert – seit die Kommission im November ihr so genanntes „Winterpaket“ mit Entwürfen für entsprechende Richtlinien und Direktiven veröffentlichte. Auch Greenpeace Energy nimmt an der Debatte um Europas Energiezukunft aktiv teil: Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei der Energiegenossenschaft, sieht dafür auch dringenden Handlungsbedarf – denn, sagt er im Interview: Das Paket aus Brüssel ist längst nicht so ambitioniert, wie es angesichts der EU-Klimaziele sein müsste.

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Deutsch-französische Synergien-Suche

Die Energiewende ist ein Thema, das über die Grenzen einzelner Energie-„Sektoren“ hinausgeht, also nicht nur den Strombereich beinhaltet, sondern zum Beispiel auch Wärme und Mobilität. „Sektorkopplung“ ist deshalb das Zauberwort der Zukunft. Energiewende geht zudem über nationale Grenzen hinaus – und muss deshalb stärker denn je international diskutiert werden: So wie heute in der Französischen Botschaft in Berlin, wo sich deutsche und französische Experten sowie Vertreter aus Politik und Branche speziell der Frage widmeten, welche Chancen und Herausforderungen die Sektorkopplung nach sich zieht.

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Power or energy generation sources. Includes renewable sources such as hydroelectric dam, solar and wind also nuclear and coal power plants

Zwei Drittel der Deutschen fordern ehrliche Stromkennzeichnung

Atom-, Kohle- oder Ökostrom? 62 Prozent der Verbraucher wollen wissen, welchen Energiemix ihr Versorger liefert – und zwei Drittel erwarten, dass sie Anbieter und Tarife anhand der gesetzlichen Stromkennzeichnung transparent vergleichen können. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov unter 2030 Bundesbürgern hervor. Die gesetzlichen Vorschriften zur Strom-Etikettierung sind in die Kritik geraten, da Versorger deutlich weniger Kohle- und Atomstrom in ihrem Energiemix angeben müssen, als sie für ihre Kunden einkaufen.

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Solar panel technician installing solar panels on roof

Greenpeace Energy fordert schnelle Entscheidung bei Mieterstrom-Förderung

Eine wirksame finanzielle Förderung von Mieterstromprojekten fordert Greenpeace Energy. „Die politischen Entscheider in den Fraktionen müssen endlich ihr Versprechen einlösen, noch in dieser Legislaturperiode ein sinnvolles Modell auf den Weg zu bringen. Es soll Mieterstrom in großem Stil ermöglichen und die Energiewende in die Städte tragen“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei der Energiegenossenschaft.

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Kritische Worte für Strom-Impulspapier der Bundesregierung

strom2030-querMitte September veröffentlichte die Bundesregierung das „Impulspapier Strom 2030″, das die Weiterentwicklung unseres Stromsystems für die kommenden Jahren beschreibt. Das Papier soll eine breite Diskussion über die Rahmenbedingungen für unsere zukünftige Energieversorgung starten – Akteure waren deshalb aufgerufen, bis Ende Oktober ihre Meinung zu dem Impulspapier abzugeben. Auch Greenpeace Energy hat eine offizielle Stellungnahme an das zuständige Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Darin spart die Energie-Genossenschaft nicht mit Kritik: Viele Herausforderungen werden „viel zu vage“ angesprochen, heißt es in der Stellungnahme. Zudem müsse das Tempo des Kohle-Ausstiegs deutlich gesteigert und der Ausbau von Ökostrom-Speichern wie Windgas stärker von der Politik unterstützt werden. Zudem ignoriere die Bundesregierung den Trend zum „Prosuming“, bei dem Bürger Strom selbst erzeugen, nutzen und weiterveräußern wollen. Auch hierfür sei eine „konstruktive Rahmensetzung“ nötig, so Greenpeace Energy.

INFO Die komplette Stellungnahme von Greenpeace Energy finden Sie hier zum Download. Mehr zum Impulspapier Strom 2030  auf den Seiten des BMWi.

Kraftwerk, Photovoltaik, Windrder

Neue Studie: Konventionelle Energien anderthalb mal teurer als EEG-Umlage

Stromkunden müssten 2017 auf jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden. Das hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy berechnet. Laut der Kurzanalyse des FÖS summieren sich staatliche Fördergelder und gesellschaftliche Folgekosten für konventionelle Energieträger wie Kohle und Atom im kommenden Jahr voraussichtlich auf bis zu 38 Milliarden Euro. Diese Mehrkosten konventioneller Energiequellen liegen damit etwa anderthalb mal so hoch wie die Förderung für erneuerbare Energien, die auf der Stromrechnung als EEG-Umlage transparent ausgewiesen wird.

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Podiumsdebatte: Bürger von der Energiewende nicht ausschließen

Die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes ist erst wenige Wochen alt – doch was sind die Folgen der umstrittenen Novelle für die Bürgerenergie und den weiteren ökologischen Umbau unseres Energiesystems? Ein Minister, eine Wissenschaftlerin und ein Industrievertreter diskutierten darüber mit Sönke Tangermann von Greenpeace Energy. Die lebhafte Diskussionsrunde war Abschluss und Höhepunkt des diesjährigen 7. Energiekongresses, den die Energiegenossenschaft in Frankfurt am Main ausrichtete.

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Marcel Keiffenheim (2. v. l.) bei der dena-Abschlussdebatte (Foto: © Michael Friedrich / Greenpeace Energy eG)

„Das Pariser Klimaabkommen ändert alles“

Einerseits das EEG 2016, das die Energiewende mehr bremst als voranbringt, andererseits die große Herausforderung, die sich aus dem globalen Klimaabkommen von Paris ergibt – das war das Spannungsfeld auf der „Jahreskonferenz Power to Gas 2016“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) gestern in Berlin. Dort diskutierten gut 200 Entscheider und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über die Rolle und die Chancen von Power to Gas oder Windgas bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

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