Kategorie-ArchivEEG und Energiepolitik

Kritische Worte für Strom-Impulspapier der Bundesregierung

strom2030-querMitte September veröffentlichte die Bundesregierung das „Impulspapier Strom 2030″, das die Weiterentwicklung unseres Stromsystems für die kommenden Jahren beschreibt. Das Papier soll eine breite Diskussion über die Rahmenbedingungen für unsere zukünftige Energieversorgung starten – Akteure waren deshalb aufgerufen, bis Ende Oktober ihre Meinung zu dem Impulspapier abzugeben. Auch Greenpeace Energy hat eine offizielle Stellungnahme an das zuständige Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Darin spart die Energie-Genossenschaft nicht mit Kritik: Viele Herausforderungen werden „viel zu vage“ angesprochen, heißt es in der Stellungnahme. Zudem müsse das Tempo des Kohle-Ausstiegs deutlich gesteigert und der Ausbau von Ökostrom-Speichern wie Windgas stärker von der Politik unterstützt werden. Zudem ignoriere die Bundesregierung den Trend zum „Prosuming“, bei dem Bürger Strom selbst erzeugen, nutzen und weiterveräußern wollen. Auch hierfür sei eine „konstruktive Rahmensetzung“ nötig, so Greenpeace Energy.

INFO Die komplette Stellungnahme von Greenpeace Energy finden Sie hier zum Download. Mehr zum Impulspapier Strom 2030  auf den Seiten des BMWi.

Kraftwerk, Photovoltaik, Windrder

Neue Studie: Konventionelle Energien anderthalb mal teurer als EEG-Umlage

Stromkunden müssten 2017 auf jede verbrauchte Kilowattstunde eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ von bis zu 10,8 Cent zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden. Das hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy berechnet. Laut der Kurzanalyse des FÖS summieren sich staatliche Fördergelder und gesellschaftliche Folgekosten für konventionelle Energieträger wie Kohle und Atom im kommenden Jahr voraussichtlich auf bis zu 38 Milliarden Euro. Diese Mehrkosten konventioneller Energiequellen liegen damit etwa anderthalb mal so hoch wie die Förderung für erneuerbare Energien, die auf der Stromrechnung als EEG-Umlage transparent ausgewiesen wird.

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Podiumsdebatte: Bürger von der Energiewende nicht ausschließen

Die Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes ist erst wenige Wochen alt – doch was sind die Folgen der umstrittenen Novelle für die Bürgerenergie und den weiteren ökologischen Umbau unseres Energiesystems? Ein Minister, eine Wissenschaftlerin und ein Industrievertreter diskutierten darüber mit Sönke Tangermann von Greenpeace Energy. Die lebhafte Diskussionsrunde war Abschluss und Höhepunkt des diesjährigen 7. Energiekongresses, den die Energiegenossenschaft in Frankfurt am Main ausrichtete.

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Marcel Keiffenheim (2. v. l.) bei der dena-Abschlussdebatte (Foto: © Michael Friedrich / Greenpeace Energy eG)

„Das Pariser Klimaabkommen ändert alles“

Einerseits das EEG 2016, das die Energiewende mehr bremst als voranbringt, andererseits die große Herausforderung, die sich aus dem globalen Klimaabkommen von Paris ergibt – das war das Spannungsfeld auf der „Jahreskonferenz Power to Gas 2016“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) gestern in Berlin. Dort diskutierten gut 200 Entscheider und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über die Rolle und die Chancen von Power to Gas oder Windgas bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

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Heute Hü, morgen Hott – EEG 2016 konterkariert das Klimaabkommen von Paris

Am heutigen Montag, 20. Juni, machen sich die 28 EU-Umweltminister bei einem Treffen in Luxemburg für die Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris stark, darunter auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Nur einen Tag später geht die Gesetzesvorlage für das EEG 2016 in die parlamentarische Beratung, darin wird das Ausbautempo für erneuerbare Energien festgelegt. Politik paradox: Denn wie eine aktuelle Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) nachweist, wird Deutschland mit diesem neuen EEG seine Klimaschutzverpflichtungen aus dem Pariser Abkommen weit verfehlen. Weiterlesen

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Fachgespräch zum EEG im Bundestag: Greenpeace Energy fordert Nachbesserungen

Die umstrittene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes war erst zwei Tage vorher vom Bundeskabinett beschlossen worden, da war das Thema bereits auf der Agenda des Deutschen Bundestages. Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen hatte zum Fachgespräch geladen. Mehr als 30 Vertreter von Verbänden, Unternehmen sowie aus Wissenschaft und Politik waren in den Sitzungssaal des Paul-Löbe-Hauses gekommen, um über die Knackpunkte der Reform zu diskutieren.  Weiterlesen

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EEG-Reform: „Paradigmenwechsel“ mit Korrekturbedarf

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat heute in Berlin den vom Kabinett verabschiedeten Entwurf für die EEG-Reform 2016 vorgestellt. Trotz massiver Kritik aus Umweltorganisationen, Branche und Bürgerenergie hält die Bundesregierung an ihrem geplanten Konzept der Förder-Umstellung auf Ausschreibungen fest.  Der Gesetzesentwurf geht nun ins parlamentarische Verfahren.

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EEG-Demo: 8.000 Menschen protestieren gegen umstrittene Reform

Zusammen mit rund 8.000 Teilnehmern aus Branchenverbänden, Bürgerenergieprojekten, Unternehmen und Organisationen demonstrierte Greenpeace Energy unter dem Motto „Energiewende retten!“ in Berlin gegen die geplante EEG-Reform. Die jüngst gefassten Beschlüsse verschlechtern nach Meinung des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy massiv die Chancen für die lokal verankerte Bürgerenergie. „Für zahlreiche kleine Akteure und Projekte dürften die vereinbarten Einschnitte sogar existenzgefährdend sein“, sagte Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei der Hamburger Energiegenossenschaft auf der Großdemo in Berlin. Es kann nicht sein, dass die EEG-Reform ausgerechnet den bisherigen Motor der Energiewende abwürgt, die Bürgerenergie.“  Weiterlesen