Kategorie-ArchivThemen

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Ausschreibungen: Schutz für Bürgerenergie dringend erforderlich

Mehr Wettbewerb soll den Ausbau erneuerbaren Energien billiger machen – das erhofft sich zumindest die Bundesregierung und will deshalb ab 2017 den Neubau geförderter Ökostrom-Anlagen grundsätzlich über Ausschreibungen regeln. Schon jetzt arbeitet man in Berlin an einem Ausschreibungssystem für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Im Zuge der Beratungen über dieses Modell fordert Greenpeace Energy vom zuständigen Bundeswirtschaftsministerium: ein Wettbewerbsschutz für Bürgerenergie-Projekte ist in einem künftigen Ausschreibungssystem unverzichtbar. Warum, das erklärt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy. Weiterlesen

Einladung zum Bürgerenergie-Konvent 2014 in Fulda

Bürgerenergie-Konvent 20142014 ist ein turbulentes Jahr für die Bürgerenergie. Durch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Überarbeitung des Kapitalanlagegesetzbuchs werden Bürgerenergie-Akteuren neue Stolpersteine in den Weg gelegt. Doch die Bürgerenergiewende geht weiter. Zu einer Debatte über neue Chancen und Herausforderungen lädt deshalb das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. am 17. und 18. Oktober 2014 nach  Fulda ein. Im BBEn schließen sich lokale, regionale und bundesweit aktive Vereinigungen, Netzwerke, Unternehmen und Personen zusammen, unter anderem auch Greenpeace Energy. Gemeinsames Ziel ist es, eine dezentrale Energiewende in Bürgerhand zu gewährleisten. Weiterlesen

Montage des couvre-joints

EEG: Diese Reform bleibt vieles schuldig

Monatelang wurde zwischen Politik und Branche gestritten, mit Brüssel gerungen und in letzter Minute nachjustiert . Zum 1. August 2014 nun tritt die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) endgültig in Kraft. Greenpeace Energy hat die Debatte intensiv begleitet und sich dabei auch erfolgreich in den politischen Prozess eingemischt. Dennoch dürfte diese EEG-Reform eine zwiespältige Wirkung auf die Energiewende in Deutschland haben. Eine Bestandsaufnahme von Janne Andresen, Referentin für Energiepolitik bei Greenpeace Energy. Weiterlesen

Tagebau Welzow - open pit Welzow 02

Mitmachen: Menschenkette gegen Braunkohleabbau

Milliarden Tonnen Braunkohle lagern im Boden der deutsch-polnischen Lausitz. Seit Jahrzehnten arbeiten sich die riesigen Schaufelradbagger durch diese Gegend. Dörfer, Wälder und Naturlandschaften müssen ihnen weichen.  Doch der Widerstand gegen diese schmutzige Form der Energiegewinnung wächst. Nun soll eine grenzüberschreitende Menschenkette am 23. August ein kraftvolles Zeichen gegen die Braunkohle setzen. Weiterlesen

Kreative Kritik an Rotstift-Kampagne der Bundesregierung

BMWi EEG-Reform

Mit diesem Kampagnenmotiv (oben) wirbt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie derzeit für die jüngst verabschiedete Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Dieses soll zum 1. August in Kraft treten. In der Branche wird die Werbe-Botschaft des Ministeriums, dass durch die Novelle lediglich „Nachteile“ aus der Energiewende herausgestrichen werden, allerdings mit einigem Kopfschütteln begleitet. In Fachkreisen kursieren  derzeit diverse Persiflagen auf das Rotstift-Motiv – zum Beispiel dieser etwas abgeänderte Textvorschlag (unten), der Ängste von Bürgerenergie gestrichenBürgerenergie-Projekten und Genossenschaften am neuen EEG thematisiert. Denn die kleineren Akteure fürchten, durch neue EEG-Regelungen, wie etwa einer Pflicht zu Ausschreibungen, ins Hintertreffen zu geraten. Die „Bürger“ sind in dieser Anzeigen-Variante dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Ausschreibungspflicht bei Erneuerbaren: Keine Kostenersparnis fürs EEG

energia rinnovabile e denaro
Foto: Luigi Giordano/Fotolia.com

Ausschreibungen sind ein zentrales Element in der aktuellen EEG-Reform: ab 2017 muss der Neubau von neuen Windkraft- oder Solar-Anlagen öffentlich ausgeschrieben werden, die Höhe der Einspeise-Tarife für diese Anlagen soll dann vom Markt geregelt werden. Energieminister Gabriel erhofft sich von der neuen Pflicht eine Kostenersparnis fürs EEG. Eine wissenschaftliche Studie allerdings zeigt: Ausschreibungen machen die Energiewende nicht günstiger – sondern können sie sogar deutlich verteuern. Weiterlesen

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EuGH-Urteil zu Importstrom: Eine gute Nachricht für die Energiewende

Nun ist es offiziell: EU-Staaten sind nicht verpflichtet, erneuerbare Energien, die aus anderen Ländern importiert werden, zu fördern. Das hat jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Geklagt hatte ein finnischer Windanlagenbetreiber, der Strom nach Schweden liefert und von der dort üblichen Förderung profitieren wollte. Das Urteil bedeutet, dass auch die in Deutschland geltenden Beschränkungen beim Import von Grünstrom mit EU-Recht vereinbar sind. Es kommentiert Marcel Keiffenheim, Leiter der Energiepolitik bei Greenpeace Energy: Weiterlesen

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Grüne: „Deutschlands Vorbildsfunktion bei der Energiewende ist beschädigt“

Der Zeitpunkt hätte treffender kaum sein können: Nur wenige Stunden, nachdem der Deutsche Bundestag die umstrittene EEG-Reform von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel verabschiedet hatte, versammelten sich gleich nebenan im Paul-Löbe-Haus knapp 200 Experten und Branchenakteure, um über die Zukunft der Energiewende zu diskutieren. Geladen hatte die Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen. Auch Greenpeace Energy war mit dabei. Weiterlesen

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EEG-Reform 2014: Von „Stromschnellen“ und „Abrissbirnen“

Die EEG-Reform der Bundesregierung ist beschlossene Sache: Am Vormittag verabschiedete der Bundestag in namentlicher Abstimmung die umstrittene Gesetzesnovelle. Die Debatten um den Umbau der Erneuerbaren-Förderung und der Vermarktung von Ökostrom dürften damit aber längst nicht beendet sein. Und auf sicheren Füßen steht die Reform, die Energieminister Gabriel in Rekordtempo durchs Parlament gejagt hat, offenbar auch nicht. Weiterlesen