Janne Andresen: „Es fühlt sich richtig an“

15-Logo_hoch_posGreenpeace Energy wird 15 Jahre alt, im Herbst 1999 wurde das Unternehmen gegründet. Das Jubiläum ist ein Meilenstein, den wir entsprechend würdigen wollen – indem wir wichtige Weggefährten, Mitglieder und Kunden zu Wort kommen lassen. Als energiepolitische Referentin kümmerst sich Janne Andresen bei Greenpeace Energy um die politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende. Ein breites Arbeitsfeld, das sowohl die Organisation eines Demo-Zuges in Berlin als auch die Analyse des EEG umfassen kann.

Frage: Greenpeace Energy wird in diesem Herbst 15 Jahre alt – ist das ein Grund zu feiern?

Andresen: Klar ist das ein Grund zu feiern. In den letzten 15 Jahren hat sich sehr viel getan in der Energiewirtschaft und wir sind immer noch genau so ein Spieler am Markt wie vor 15 Jahren, als wir gestartet sind. Wir waren damals Pioniere, und heute sind wir es auch noch, zum Beispiel mit unserem Windgas-Angebot.

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Janne Andresen. Foto: Enver Hirsch / Greenpeace Energy

Frage: Braucht es heute, im Energiewendeland Deutschland, eigentlich noch einen Ökostromanbieter wie Greenpeace Energy?

Andresen: Auf jeden Fall. Auch wenn es immer mehr Ökostrom-Angebote gibt, die mal mehr und mal weniger sauber sein können, braucht es Anbieter, die sich über die reine Stromlieferung hinaus engagieren, also politisch aktiv sind und die konkreten Herausforderungen, die es in der Praxis gibt, angehen. Wie bei Windgas: Wir reden nicht nur darüber, sondern setzen es auch um. Das macht den Unterschied.

Frage: Was unterscheidet Greenpeace Energy von anderen Energieversorgern?

Andresen: Wir stellen an uns selbst besonders hohe Qualitätsansprüche, die wir gemeinsam mit Greenpeace erarbeitet haben. Außerdem sind wir ein politischer Anbieter und setzen uns für die richtige Richtung bei der Energiewende ein. Bei uns gibt’s eben nicht nur Ökostrom, sondern dazu noch ganz viel Engagement und Einsatz für die Erneuerbaren.

Frage: Warum sollten Kunden denn ausgerechnet zu Greenpeace Energy wechseln?

Bei Greenpeace Energy hat man als Kundin oder Kunde tatsächlich die Chance, die Energiewende mitzugestalten.“ Janne Andresen

Andresen: Bei Greenpeace Energy hat man als Kundin oder Kunde tatsächlich die Chance, die Energiewende mitzugestalten, sei es als Stromkunde, als Gaskunde, als Genossenschaftsmitglied oder eben auch mal gemeinsam mit uns auf einer Energiewende-Demo in Berlin.

Frage: Warum bist du bei Greenpeace Energy, was motiviert dich, hier zu arbeiten?

Andresen: Mir gefällt, wie konkret ich hier an der Energiewende mitarbeiten kann. Ich identifiziere mich mit den Zielen von Greenpeace Energy und halte uns für ein glaubwürdiges Unternehmen, das ist mir sehr wichtig.

Frage: Wenn du Energieministerin in Deutschland wärst – welches Projekt würdest du als erstes angehen?

Andresen: Den Kohleausstieg. Kohlekraftwerke, vor allem Braunkohlekraftwerke, sind nicht nur unglaublich schmutzig, sondern auch extrem unflexibel. Und das wirkt sich auch auf die Erneuerbaren, vor allem die fluktuierenden Erneuerbaren, aus, die sich am Markt gegen diese unflexiblen Großkraftwerke behaupten müssen. Beim Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren brauchen wir sicherlich Gaskraftwerke, die sich bei dem ganzen schmutzigen Kohlestrom heute kaum finanzieren können, wir brauchen aber vor allem Flexibilität, und die können uns die schmutzigen Braunkohle- und auch Steinkohlekraftwerke definitiv nicht bieten.

Frage: Nachhaltig leben – was bedeutet das? Warum muss das keine Einschränkung sein für ein genussvolles, komfortables Leben?

Andresen: Nachhaltig leben bedeutet für mich, darauf zu schauen, was man wirklich braucht und sich darauf zu beschränken. Für mich ist das kein Verzicht, sondern eine Lebenseinstellung. Wenn man von etwas überzeugt ist, kann es einen auch nicht einschränken. Nachhaltiges, ökologisches Leben macht jetzt nicht automatisch mehr Spaß, aber es fühlt sich einfach richtig an.

 

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