Solarstrom plus-Tarifstart bei Spiegel Online

Erfolgreicher Start für Solarstrom plus

Unser neuer Stromtarif Solarstrom plus, mit dem wir den Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle vorantreiben wollen, ist ein absolutes Novum in der Energiebranche. Das Thema finden auch wichtige Medien und Politiker spannend.

„Auch Greenpeace Energy will den Strukturwandel voranbringen. Das Unternehmen bietet ab dem 9. Mai einen neuen Ökostromtarif an, mit dem Kunden den Bau von Photovoltaikanlagen in den Tagebaurevieren direkt fördern“, berichtete gestern Spiegel Online auf seiner Webseite. Und weiter: „Im Strompreis ist dafür eine Art Kohleaussstiegssoli enthalten: Ein Cent von den Einnahmen für eine Kilowattstunde Strom fließen in entsprechende Solarprojekte. Gleichzeitig beziehen die Kunden Solarstrom aus den Kohlerevieren. ‚Wir wollen nicht länger auf die Politik warten“, sagt Nils Müller, Vorstandsmitglied von Greenpeace Energy.'“

Der Tarif selbst war aber nicht der einzige Anlass für die exzellente Medienresonanz. Besonderes Interesse fand auch die neue Studie des Instituts für ökologische WirtschaftsforschuSolarstrom plus-Tarifstart bei Spiegel Onlineng (IÖW), die von uns in Auftrag gegeben wurde. Darin belegen die Berliner Forscher, dass die Arbeitsplätze in der Braunkohle im Lausitzer und im Rheinischen Revier vollständig durch zukunftsfähige Arbeitsplätze ersetzbar sind, die durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie in den betroffenen Bundesländern geschaffen werden können. Es geht für das Jahr 2030 um 3.900 Arbeitsplätze in der Lausitz und 4.500 Arbeitsplätze im Rheinischen Revier. Denn klar ist: Für die Beschäftigten in der Braunkohlebranche braucht es eine Zukunftsperspektive – und die zu schaffen, ist genau der Ansatz von Solarstrom plus. Spiegel Online fasst den Ansatz in seiner Schlagzeile so zusammen: „Raus aus der Kohle – ohne Jobkahlschlag“.

Die Süddeutsche Zeitung fokussierte weniger auf den neuen Tarif und auf dessen potenziellen Arbeitsplatzeffekte. Spannender fanden die Zeitung und ihre Webseite Süddeutsche.de im Artikel „Mit den Waffen des Kapitals“ unsere Rolle als politischer Energieanbieter mit Greenpeace-Hintergrund: „Tangermann (gemeint ist unser Vorstand Sönke Tangermann; die Redaktion) ist Chef eines seltsamen Unternehmens. Es trägt den Namen der Umweltorganisation, ist aber eine Genossenschaft. Es soll Ökostrom verkaufen, macht aber Politik – gegen Solarstrom plus-Tarifstart bei Süddeutscher ZeitungAtomkraftwerke und Kohlestrom. …. Greenpeace Energy ist so etwas wie eine Umweltgruppe mit Lizenz zum Geldverdienen.“ Nicht nur der Einsatz für den Klimaschutz würdigt der Autor in seinem Stück, sondern auch unseren Kampf gegen neue Atomkraftwerke in Europa: Die Verbindung von Geschäft und Engagment, schreibt Michael Bauchmüller weiter, „ist auch für Greenpeace selbst eine Art Erweiterung des Portfolios. Die Umweltlobby kann zwar lautstark gegen Atomkraftwerke im Ausland kämpfen. Aber eine Klage wegen Verletzung des EU-Beihilferechts kann nur ein Unternehmen anstrengen – so wie Greenpeace Energy im Kampf gegen das britische AKW Hinkley Point C. … Hier geht es nicht um den Profit – sondern in erster Linie um Politik.“ Stimmt.

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Auch Katrin Göring-Eckardt äußerte sich zum neuen Tarif von Greenpeace Energy: Foto: Bündnis90/Die Grünen, L. Chaperon

Resonanz fand unser neuer Ansatz für zukunftsfähige Arbeitsplätze in den Braunkohleregionen aber nicht nur bei Spiegel Online, der Süddeutschen und vielen anderen Medien, auch Politiker äußerten sich zum neuen Tarif und unserer Studie: „Zur Veröffentlichung der Studie von Greenpeace Energy zum Braunkohleausstieg und Strukturwandel erklärt Katrin Göring-Eckardt, Bundestags-Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen: Die Studie legt den Finger in die Wunde: Es ist unverantwortlich, wie die Bundesregierung beim Strukturwandel der Braunkohleregionen abtaucht und auf Zeit spielt.“ Das sehen wir auch so – und haben den neuen Tarif gestartet, weil wir nicht länger auf die Politik warten wollen. Über Solarstrom plus können sich nun Menschen in ganz Deutschland für eben diesen Strukturwandel engagieren und die Regionen direkt beim notwendigen raschen Ausbau der Erneuerbaren unterstützen.

Für Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hingegen ist die IÖW-Studie „nicht mehr als ein Werbegag“, wie gegenüber rbb.24 zum Besten gab. Ein klarer Fall von Realitätsverleugnung des unverbesserlichen Braunkohlebefürworters. Denn der Ausstieg wird kommen. Und neue Arbeitsplätze müssen her. Eigentlich wäre er zuständig, einen Ausstiegsplan für die Braunkohle in seinem Bundesland vorzulegen und einen Plan für die Zukunft der Lausitz zu präsentieren. Doch es gibt noch nicht einmal einen Plan, bis wann er den dringend überfälligen Plan vorlegen will. Der Wirtschaftsminister verweigert die Arbeit. Für ihn selbst ist das keine gute Werbung.

BILDERSTRECKE: Hier finden Sie Bilder von der Vorstellung des neuen Tarifs Solarstrom plus. Dieser wurde am 9. Mai 2017 auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert – und vor geladenen Gästen auf einer Abendveranstaltung in der „Schwarzen Pumpe“ in Berlin. Alle Fotos: Christoph Eckelt / Greenpeace Energy.

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