Braunkohletagebau und Kraftwerke von RWE Power

Vom Kampf gegen die Braunkohle: die spannende WDR-Reportage „Klimaschützer gegen Stromriesen“

Das rheinische Braunkohlrevier gilt mittlerweile als eine der größten Quellen für den CO2-Ausstoß in Europa – und steht damit als Klimakiller am Pranger. Die Filmemacherin Karin de Miguel begleitete ein Jahr lang Waldbesetzer, Bürgerinitiativen und engagierte Kirchenmitglieder im Braunkohlegebiet. Entstanden ist daraus ein Sittengemälde des regionalen Kampfes gegen die Klimaerwärmung. Die Dokumentation „Klimaschützer gegen Stromriesen – Vom Widerstand im rheinischen Revier“ findet sich jetzt in der WDR-Mediathek.

Ich werde hier nicht weggehen, solange dieses Loch weitergebaggert wird“, sagt Clumsy, einer der Besetzer im Hambacher Forst. Seit vier Jahren lebt er im am heißesten umkämpften Wald Deutschlands – in einem Baumhaus, im rheinischen Revier. Große Teile des Waldes sind bereits gerodet. 30 Aktivisten haben hier Zelte und Bauwagen aufgebaut, mit Blockaden und Sabotageakten versuchen sie, den Betrieb des Tagebaus zu stören. Denn hier wird weiter Kohle für Strom aus der Erde geholt. RWE, der Energiekonzern, hat das Gesetz auf seiner Seite und alle rechtlichen Grundlagen dafür, bis 2045 Braunkohle abzubauen (Bild: mitifoto / fotolia).

Vielen geht es dabei nicht nur um die Natur, sondern auch um die Heimat. Wie Lars Zimmer, einem der letzten Bewohner von Immerath – einem Dorf, das bald in der Grube verschwindet:  „Wenn es mehr Widerstand gäbe, dann würde es RWE nicht ganz so leicht fallen, diese Dörfer hier dem Erdboden gleich zumachen“, sagt er.  Im Widerstand werden neue Bündnisse geschlossen, zum Beispiel auch in Buir, wo Antje Grothus, die als Regionalpartnerin für Greenpeace Energy aktiv ist,  in der Bürgerinitiative Buirer für Buir aktiv nach Lösungen sucht.

INFO Mehr Infos zur Doku finden Sie unter www.thurnfilm.de/braunkohle. Der Film lief am 10. November im WDR-Fernsehen und ist nun hier in der Mediathek abrufbar. Mehr zum lokalen Engagement gegen den Braunkohletagebau und für den Hambacher Forst: www.buirerfuerbuir.de

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