Der Stromzhler

Bündnis für transparente Stromkennzeichnung formiert sich

Ein Bündnis aus Akteuren der Ökostrom- und Unweltszene setzt sich für eine transparentere und ehrlichere Stromkennzeichnung ein. In einem heute veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier kritisieren Greenpeace Energy und andere,  dass die derzeitigen Regeln der Stromkennzeichnung Verbraucher in die Irre führen. 

Das Bündnis fordert: Künftig soll im ausgewiesenen Strommix nur die Energie angegeben werden, die ein Versorger tatsächlich auch für seine Kunden einkauft. Weiterhin sollen Stromkunden gesondert darüber informiert werden, wie sie durch die Zahlung der EEG-Umlage den Ausbau der erneuerbaren Energie fördern und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Das Problem: Die aktuelle Gesetzeslage verpflichtet beispielsweise Versorger, die nur nicht-privilegierte Letztverbraucher beliefern, in ihrem Produkt- und Anbieter-Strommix 46 Prozent EEG-Anteil auszuweisen (siehe Grafik).  Sie beschaffen und liefern diesen Strom aber nicht.  “ So können auch Versorger, die (fast) nur Strom aus Atom, Kohle oder Gas liefern, gegenüber ihren Kunden den Eindruck erwecken, sie liefern 46 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien, ohne dass sie aber mehr für die Energiewende tun“, kritisiert das Bündnis in seinem Positionspapier.

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Foto oben: fotolia.de, beermedia

Und: „Die jetzige Stromkennzeichnung bedeutet für Versorger, die ausschließlich Ökostrom anbieten, dass sie nur einen Teil des tatsächlich gelieferten Ökostroms angeben können.  Das ist absurd und muss geändert werden“, kritisiert Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy.

INFO Hier finden Sie das gemeinsame Positionspapier zum Download.

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