Gabriel: Atomkraft ist teuer und schafft weniger Arbeitsplätze als Erneuerbare

Auf der internationalen Konferenz „Berlin Energy Transition Dialogue“, die am 17. März in Berlin begann, hat der deutsche Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) den Atomausstieg bis 2022 verteidigt. 

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Wirtschaftsminister Gabriel eröffnete die Konferenz zusammen mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Fotos (2): Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

Mit Blick auf aktuelle Atom-Projekte weltweit sagte Gabriel: „Die hohen Kosten für neue AKWs sind ein Grund, warum es sich lohnt, in erneuerbare Energien statt in Atomkraft zu investieren.“ Zudem habe der Jahrestag von Fukushima erneut die Gefahren der Atomtechnologie in Erinnerung gerufen. Daneben zählten für ihn auch wirtschaftliche Gründe, so der Minister: „Die Atomenergie hat zu ihren besten Zeiten in Deutschland 30.000 Arbeitsplätze geschaffen, die Erneuerbaren-Branche schafft schon jetzt mehr als zehn mal so viele Stellen.“

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Diskussionsrunde zum Umbau der europäischen Energieversorgung.

Die Rolle der Atomenergie in der europäischen Energiezukunft zog sich auch durch weitere Veranstaltungen der Konferenz. In einer Podiumsdiskussion am Vormittag unterstrich Lenka Kovacovska vom tschechischen Industrieministerium die Absicht ihres Landes, auf den Neubau von AKWs zu setzen. Sie forderte mit Verweis auf die CO2-Ziele Tschechiens: „Atomkraft darf als Lösungsweg nicht diskriminiert werden.“ In der Diskussionsrunde, an der auch Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium teilnahm, blieb diese Meinung unwidersprochen.

INFO Die Konferenz „Berlin Energy Transition Dialogue“ fand vom 17. bis 18. März statt. Mehr Informationen und eine Konferenz-Dokumentation finden Sie hier.

 

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