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25 Jahre für Umwelt und Menschenrechte

Stell dir vor, du könntest Klima-Killern den Geldhahn zudrehen, ein Atomkraftwerk verhindern, Menschenrechte in Entwicklungsprojekten stärken und Kredite für Streubomben blockieren. Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald macht´s. Wir gratulieren urgewald zu 25 erfolgreichen Jahren im Kampf für die Umwelt und Menschenrechte weltweit.

Am 23. Juli 1992 wird urgewald im westfälischen Sassenberg gegründet. Das Ziel: die Finanzierung von Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sichtbar zu machen und dagegen vorzugehen. Dabei verfolgt urgewald einen eher ungewöhnlichen strategischen Ansatz. Ziel der Kampagnen sind nicht die Projekte selbst, sondern deren Investoren und Finanziers. Denn dort liegt die Achillesferse. Ohne Kredite oder Investoren kein Großprojekt – ob Staudamm, Atomkraftwerk oder Pipeline. Keine Branche hat vergleichbare Auswirkungen auf Umwelt- und Menschenrechte, wie die Finanzwirtschaft. Und dies macht sich urgewald zu Nutze.

Im Jahr 2011 deckt urgewald im Rahmen seiner Kampagne „Neulich habe ich mir eine Streubombe gekauft“ auf, dass sich Streumunition in Riester-Produkten verbergen und erreicht, das fast alle deutschen Investoren und Banken die Finanzierung heute ausschließen.
Nur ein Jahr später sorgt urgewald mit der Kampagne „Ich bin doch kein Atombürger“ für das Ende der äußerst umstrittenen Hermesbürgschaften für Atomexporte. Zwei Beispiele von vielen. Eine umfassende Liste der Erfolge findet sich auf der Webseite von urgewald.

Aktuell eint uns unser Engagement für den Kohleausstieg: urgewald enthüllte unlängst die 120 wichtigsten Unternehmen, die für rund zwei Drittel der weltweit 1.600 geplanten neuen Kohlekraftwerke, bzw. -kraftwerksblöcke verantwortlich sind. Die sogenannte Kohle-Expansionsliste ist ein Werkzeug für Banken und Investoren, das ihnen beim effektiven Ausstieg aus Kohlegeschäften, dem „Kohle-Divestment“, hilft.

heffa_klein_1„Als wir unsere Recherche begannen, stellten wir fest, dass die meisten Banken und Investoren nicht wissen, welche Unternehmen hinter diesen gewaltigen Kohle-Expansionsplänen stecken. Unsere neue Datenbank schließt diese Lücke, indem sie die Größten und Wichtigsten darunter auflistet. Es ist ein zukunftsorientiertes Werkzeug für Banken und Investoren, um solche Kohlefirmen von weiteren Geschäften auszuschließen.“

Heffa Schücking, Biologin und Geschäftsführerin von urgewald

Damit die Arbeit auch in Zukunft weiterhin so erfolgreich ist, ist urgewald auf Spender und Unterstützer angewiesen. Wir möchten daher unsere Kundinnen und Kunden, Mitglieder sowie Freundinnen und Freunde an dieser Stelle herzlich einladen, die Arbeit von urgewald zu unterstützen.

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