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Rote Linien gegen den Klimawandel!

Im August formiert sich auch in diesem Jahr ein breiter und bunter Widerstand gegen den Abbau der Braunkohle in Deutschland. Im Rheinland finden vom 18. bis zum 29. August 2017 zahlreiche Veranstaltungen statt. Auch Greenpeace Energy wird vor Ort sein.

Die Marschroute ist eigentlich klar: Bis 2030 müssen wir raus aus der Braunkohle. Andernfalls überschreiten wir das CO2 -Budget, das Deutschland nach dem Weltklimaabkommen von Paris noch zusteht. Zwar decken inzwischen klimafreundliche Erneuerbare bereits knapp ein Drittel unseres Strombedarfs und es wurden Hunderttausende neuer Jobs geschaffen, doch die deutsche Klimabilanz verändert sich trotzdem nicht zum Positiven.

Deutschland stellt sich gerne als Vorreiter in Sachen Klimaschutz dar. De facto ist Deutschland aber auch „Braunkohle-Weltmeister“: In keinem anderen Land wird so viel Braunkohle abgebaut und verfeuert wie in Deutschland. 40 Prozent des deutschen Stroms werden mit Kohle erzeugt, der größte Teil sogar mit Braunkohle, dem klimaschädlichsten aller fossilen Energieträger. Damit muss nun Schluss sein!

Plakat_Hambacher_Rote-Linie_webIm August finden daher im Rheinland vielfältige Proteste, Camps und Workshops gegen den Abbau der Braunkohle statt. Warum hier? Was viele nicht wissen: Das Rheinische Revier ist die größte CO2-Quelle Europas und treibt damit den globalen Klimawandel an. Durch die Tagebaue werden – entgegen jeder energiepolitischen Notwendigkeit – noch immer Menschen zwangsumgesiedelt und Dörfer und Landschaften zerstört. Das Rheinland ist daher seit vielen Jahren ein wichtiger Ort des Protests, wo sich vielfältige Akteure gegen den Abbau der Braunkohle stellen. Sie engagieren sich für eine globale Energiewende von unten und für einen gerechten Strukturwandel in der Region.

Bildung und Vernetzung auf drei Camps

Vom 18. bis 29. August 2017 werden drei Klima- und Zukunftscamps im Rheinland stattfinden: das camp for [future], das Klimacamp im Rheinland und das Connecting Movements Camp. Auf den Camps wird Vernetzung mit Menschen aus ganz Europa und aus unterschiedlichen politischen Bewegungen ermöglicht und Alternativen werden erlebbar gemacht. In Bildungs- und Kulturveranstaltungen beschäftigen sich die Camps mit Braunkohlewiderstand, Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Feminismus, einer ökologischeren Landwirtschaft und vielem mehr.

Auf dem Klimacamp im Rheinland wird außerdem zum dritten Mal die Degrowth-Sommerschule ausgerichtet, in der in mehrtägigen Kursen Alternativen zu einer kapitalistischen Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt werden.

Aktionstage im Rheinland 2017

Vom 24. bis 29. August 2017 werden dann bei den „Aktionstagen im Rheinland” vielfältige Proteste gegen den Braunkohleabbau stattfinden: an verschiedenen Orten werden viele Menschen solidarisch nebeneinander für das Ende der Braunkohleförderung, den Erhalt des Hambacher Waldes und eine globale Energiewende von unten eintreten.

Ein breites Bündnis aus Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen und engagierten Einzelpersonen wird eine „Rote-Linie-Aktion“ organisieren. Das Bündnis „Ende Gelände” wird Massenaktionen zivilen Ungehorsams organisieren, das Jugendnetzwerk für politische Aktionen JunepA initiiert die niedrigschwellige Sitzblockade „Kohle erSetzen!„, die Kampagne „Zucker im Tank“ unterstützt effektive Kleingruppenaktionen und die Gruppe Animal Climate Action wird ebenfalls in Aktion treten.

Rheinland 2017: #BeTheRedLine from Klimacamp im Rheinland on Vimeo.

INFO: Kommen auch Sie im August ins Rheinland und beteiligen Sie sich an den Camps, den Workshops, den Aktionen und dem Abwasch. Mit dem Actionfinder finden Sie heraus, welche Aktivitäten am besten zu Ihnen passen.

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