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Baake sieht Windgas als wichtigen Energiewende-Baustein

Der für Energiethemen zuständige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, sieht in der Power-to-Gas- oder Windgas-Technologie offenbar einen wichtigen Baustein für die Vollendung der Energiewende. Nun sollte sich Baake für diese Position auch verstärkt im eigenen Haus einsetzen, fordert Greenpeace Energy.

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Windgas-Anlage (im brandenburgischen Prenzlau). Fotos (2): Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

Auf einer Diskussionsveranstaltung der Klima-Allianz gestern Abend in Berlin sagte Baake, Deutschland brauche Erdgas als Übergangstechnologie bis 2050. Darüber hinaus, betonte er, „wird die Power-to-Gas-Technologie  immer wichtiger“, um Schwankungen durch Wind und Sonne im Energiesystem auszugleichen. Dies funktioniert, indem aus überschüssigem Strom per Elektrolyse Wasserstoff produziert und dieser ins Gasnetz einspeist wird – und dort herkömmliches fossiles Erdgas nach und nach ersetzen kann. Per Rückverstromung lässt sich aus dem Öko-Gas wieder Strom generieren. „In Zukunft brauchen wir auch Investitionen in die Gasnetze“, so Baake, „denn per Power-to-Gas ist es viel einfacher, Stromüberschüsse dort zu speichern, als in herkömmlichen Batteriespeichern.“

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Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy fordert Baake auf, jetzt verstärkt im eigenen Haus für Windgas zu werben. Foto: Henning Heide / Greenpeace Energy eG

Die Aussage von Baake sorgte beim Publikum der Diskussionsveranstaltung ebenso für positive Überraschung wie in der Branche. Denn bisher hatte sich das Bundeswirtschaftsministerium einer Förderung von Power-to-Gas/Windgas weitgehend verschlossen. Weder im gerade reformierten Erneuerbaren-Energien-Gesetz  noch in den Energieszenarien der Bundesregierung wird die Technologie berücksichtigt. Derzeit wird Windgas in vielerlei Hinsicht durch unfaire Regeln im Markt benachteiligt und durch hohe zusätzliche Abgaben belastet.

„Es ist positiv, dass der Staatssekretär die Windgas-Technologie endlich einmal klar als Instrument benennt,  mit dem der ökologische Umbau unserer Energieversorgung vollendet werden kann“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy. „Jetzt muss er seinen Worten auch Taten folgen lassen und den rechtlichen Rahmen dafür schaffen, um Windgas marktfähig und wirtschaftlich zu machen. „Die Zeit für den großflächigen Aufbau dieser Technologie drängt“, so Keiffenheim.

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