Kurzmitteilungen

Endspurt beim Voting zum Bürgerenergie-Projekt des Jahres

Logo BePdJ2017Die vom Bündnis Bürgerenergie organisierte Wahl des Bürgerenergieprojektes 2017 geht in die Schlussphase: 17 Projekte haben sich beworben und stellen sich mit ihren Darstellungen zur Abstimmung. Jetzt sind Sie gefragt, liebe Leserinnen und Leser: Noch bis zum 18. Juni können Sie mitmachen! Votieren Sie für das Projekt, das Sie am meisten überzeugt, weil es innovativ und zukunftsweisend für eine dezentrale Energiewende in Bürgerhand ist.

INFO Teilnehmen ist ganz einfach: Sie klicken auf https://wettbewerb.buendnis-buergerenergie.de/ und wählen bis zu fünf Projekte aus, denen Sie Ihre Stimme geben wollen. Per Eingabe Ihrer Mailadresse schicken Sie Ihr Voting raus und erhalten eine Bestätigungsmail. Mit Bestätigung des Links in dieser Mail geben Sie Ihre Stimme ab. Im Laufe der nächsten Woche gibt das BBEn dann die drei Gewinnerprojekte bekannt.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Frise-Hauses, Hamburg-Altona © Greenpeace Energy / Sabine Vielmo

Greenpeace Energy fordert Nachbesserungen am neuen Mieterstromgesetz

Es ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung, weil es Mieterstrommodelle im Prinzip erleichtert. Doch im Detail hat Greenpeace Energy noch Kritikpunkte am Entwurf für ein neues Mieterstromgesetz – und Vorschläge für dessen Verbesserung, die es heute beim zuständigen Bundeswirtschaftsministerium einreichte. Bislang kämpfen viele Modelle zum Beispiel wegen der Belastung durch die EEG-Umlage mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Mit welchen Vorschlägen Greenpeace Energy die Ausgangslage für Mieterstromprojekte so verbessern will, dass sie ihre positive Wirkung für das Gelingen der Energiewende in Zukunft im vollen Umfang entfalten können, lesen Sie hier.

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Terminvorschau: Demo und Konferenz gegen Atom

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Kazaguruma-Demo 2016: Mit Windrädern gegen Atomkraft. Fotos (2): Christoph Eckelt / Greenpeace Energy eG

Am Samstag, den 11. März jährt sich zum 6. Mal die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Wie schon in den vergangenen Jahren wird die traditionelle Kazaguruma-Demo – organisiert von japanischen Anti-Atom-Aktivisten – in Berlin an den Vorfall erinnern. Die Demo startet um 12 Uhr am Gendarmenmarkt in Mitte und zieht über Jägerstraße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Brandenburger Tor. Greenpeace Energy unterstützt den Protestzug und wird in einem Redebeitrag über die Risiken grenznaher europäischer AKWs informieren. Infos zur Demo gibt es unter www.kazagurumademo.de.

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Protest vor dem AKW Temelin im vergangenen Herbst. Foto: ChristopH Rasch / Greenpeace Energy eG

Am 25. März – ebenfalls ein Samstag – findet in München die 7. Temelin Konferenz statt. Bei der eintägigen Veranstaltung geht es in Vorträgen und Diskussionen unter anderem um die mangelhaften Schweißnähte am tschechischen AKW. Greenpeace Energy wird sich im Konferenz-Vortrag der Wiederkehr der Atomkraft in Europa sowie dem Stand der Verfahren bei den umstrittenen Reaktorprojekten Hinkley Point C und Paks II in Ungarn widmen. Mehr zur Münchner Temelin Konferenz unter www.stoppt-temelin.de.

Kritische Worte für Strom-Impulspapier der Bundesregierung

strom2030-querMitte September veröffentlichte die Bundesregierung das „Impulspapier Strom 2030″, das die Weiterentwicklung unseres Stromsystems für die kommenden Jahren beschreibt. Das Papier soll eine breite Diskussion über die Rahmenbedingungen für unsere zukünftige Energieversorgung starten – Akteure waren deshalb aufgerufen, bis Ende Oktober ihre Meinung zu dem Impulspapier abzugeben. Auch Greenpeace Energy hat eine offizielle Stellungnahme an das zuständige Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Darin spart die Energie-Genossenschaft nicht mit Kritik: Viele Herausforderungen werden „viel zu vage“ angesprochen, heißt es in der Stellungnahme. Zudem müsse das Tempo des Kohle-Ausstiegs deutlich gesteigert und der Ausbau von Ökostrom-Speichern wie Windgas stärker von der Politik unterstützt werden. Zudem ignoriere die Bundesregierung den Trend zum „Prosuming“, bei dem Bürger Strom selbst erzeugen, nutzen und weiterveräußern wollen. Auch hierfür sei eine „konstruktive Rahmensetzung“ nötig, so Greenpeace Energy.

INFO Die komplette Stellungnahme von Greenpeace Energy finden Sie hier zum Download. Mehr zum Impulspapier Strom 2030  auf den Seiten des BMWi.

Habeck: Erneuerbare müssen Wärme- und Verkehrsbereich durchdringen

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Robert Habeck im Bundesrat. Foto: Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

„Es ist falsch, zu sagen, dass wir zu viel erneuerbaren Strom produzieren. Wir wollen ja langfristig auch den Wärme- oder den Verkehrsbereich damit versorgen. Wir müssen endlich anfangen, diese anderen Bereiche mit erneuerbaren Energien zu durchdringen.“

Schleswig-Holsteins Grüner Umweltminister Robert Habeck bei der Bundesratsdebatte zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Habeck fordert eine so genannte Experimentierklausel im EEG, die Pilotanlagen zur Umwandlung von Elektrizität in Gas erleichtert.

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Beratungen über EEG-Reform verschoben

Der Termin war mit Spannung erwartet worden, doch am Abend war klar: Bundesregierung und Ministerpräsidenten konnten sich nicht wie geplant auf Eckpunkte für die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes einigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte nach dem Treffen mit den Länderchefs an, die Gespräche am 31. Mai fortzusetzen. Bei dem Treffen am Donnerstag seien immerhin „Kompromisse ausgelotet“ worden, hieß es. Strittig sind weiterhin vor allem die Parameter für den künftigen Ausbau der Windkraft an Land. Hier will die Bundesregierung ab 2017 auf Ausschreibungen statt auf garantierte Vergütungen setzen. Am Donnerstagabend protestierten zahlreiche Kritiker der EEG-Reform vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Foto). Campact hatte in einem Eil-Appell in kurzer Zeit mehr als 200.000 Unterschriften gegen die umstrittene Novelle gesammelt. Greenpeace Energy hatte zusammen mit anderen Ökostromanbietern im Vorfeld der Beratungen die Ministerpräsidenten in einem Offenen Brief dazu aufgerufen, die Ausbauziele und die Akteursvielfalt der Energiewende gegen die drohenden Einschnitte der Reform zu verteidigen.

Kommentar: „Regelungen für bedrohte Bürgerenergie grenzen an unterlassene Hilfeleistung“

Heute wurde der Referentenentwurf der Bundesregierung zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bekannt. Weil die dort vorgesehene Umstellung der Ökostrom-Förderung auf ein Ausschreibungssystem kleine, lokal verankerte Bürgerenergie-Akteure benachteiligt, hat die Bundesregierung im vorliegenden Entwurf mehrere Sonderregelungen für die Bürgerenergie eingebracht. Diese kommentiert Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation bei Greenpeace Energy:
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Flasbarth: Nachbarländer vom Atomausstieg überzeugen

Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre nach Tschernobyl
Foto: BMUB / Sascha Hilgers

„Wir müssen auch in unseren europäischen Nachbarländern offensiver als bisher für einen Ausstieg aus der Atomenergie und für erneuerbare Alternativen werben. Das kann nur gelingen, wenn wir in Deutschland den Atomausstieg wie geplant zu Ende bringen.“

– Jochen Flasbarth (Foto rechts), Staatssekretär im Bundesumweltministerium bei der Fachkonferenz „Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre nach Tschernobyl“