Tausende Menschen engagieren sich in diesen Tagen für den Hambacher Wald, der für den Braunkohletagebau des RWE-Konzerns gerodet werden soll – und der längst zum überregionalen Symbol des Widerstands gegen die schmutzige Kohleverstromung geworden ist. Diesen Protest können auch Sie ganz einfach unterstützen – zum Beispiel mit dem Wechsel zu Solarstrom plus von Greenpeace Energy. Mit Solarstrom plus fördern Sie gezielt Solarprojekte – und zwar dort, wo ansonsten der Tagebau Landschaften verwüstet, um klimaschädliche Braunkohle zu fördern. Den Umstieg machen wir deshalb jetzt noch attraktiver: mit einer Wechselprämie, die sich auch für Klimaschutzprojekte spenden lässt. In einem offenen Brief an alle Stromkundinnen und Stromkunden erklärt der Vorstand von Greenpeace Energy, warum ein „politischer Stromwechsel“ derzeit wichtiger denn je ist.

Liebe Verbraucherinnen und Verbraucher,

durch die Räumung im Hambacher Wald sollen in diesen Tagen Fakten geschaffen werden. Der RWE-Konzern will den Wald abholzen, um hier mit seinen Schaufelradbaggern Braunkohle abzubauen. Mit seinem aggressiven Vorgehen will der Konzern auch die Kohlekommission in Berlin unter Druck setzen, die einen Ausstiegspfad aus der Kohleverstromung finden soll. Viele Stromkundinnen und Stromkunden reagieren auf dieses Konzerngebaren mit Kopfschütteln – und nicht wenige fragen sich, ob sie die Wahl ihres bisherigen Stromlieferanten gerade jetzt überdenken sollten.

Nils Müller und Sönke Tangermann sind Vorstände bei Greenpeace Energy. Foto: Christine Lutz / Greenpeace Energy eG; Foto oben: fotolia / mitifoto

Vielleicht ist es ja auch für Sie jetzt an der Zeit, sich zu entscheiden. Zeit, der Kohleindustrie angesichts drohender Verheerungen durch den schon jetzt spürbaren Klimawandel endlich die rote Karte zu zeigen. Dafür gibt es auch weitere Möglichkeiten, als im Wald demonstrieren zu gehen. Sie können einfach auf einen grünen Stromtarif umsteigen, der wirklich den Strukturwandel und die Energiewende in Braunkohleregionen voranbringt. Mit einem Wechsel zu Solarstrom plus können Sie als Verbraucher ganz konkret den Ausbau von dezentralen Solaranlagen in Bürgerhand stärken. Und zwar genau dort, wo der großflächige Tagebau Naturlandschaften und Lebensräume von Menschen zu verschlingen droht: Im nordrhein-westfälischen Kohlerevier genauso wie in der Lausitz und in Sachsen-Anhalt.

Mit Solarstrom beziehen Kundinnen und Kunden Ökostrom direkt von Solaranlagen aus Braunkohlerevieren, wie hier in der Lausitz.

Ihr persönlicher Kohleausstieg wirkt ganz konkret: Kundinnen und Kunden, die Solarstrom plus beziehen, erhalten hochwertigen Ökostrom mit einem Anteil von mindestens zehn Prozent Solarstrom aus Anlagen, die direkt in den Braunkohle-Gebieten stehen und bei Greenpeace Energy unter Vertrag sind. Die Besitzer dieser Solaranlagen sind meist Aktivisten, Initiativen und Genossenschaften direkt vor Ort. Sie als Kundin oder Kunde wissen daher ganz genau, an wen Ihr Geld fließt. Und mit dem Geld aus einem Fördercent, der im Solarstrom-plus-Tarif enthalten ist, errichtet Greenpeace Energy gemeinsam mit den Akteuren vor Ort neue Solaranlagen. Sie als Kundin oder Kunde stärken damit also direkt erneuerbare Energien – und helfen mit, in den Revieren eine zukunftsfähige wirtschaftliche Alternative  zur Braunkohle aufzubauen. So geht Strukturwandel.

Die Braunkohle auf den Ausstiegspfad schicken – das geht auch mit „politischem“ Stromwechsel. Foto: Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

Wenn auch Sie der Ansicht sind, dass die Zeit fossiler Energieträger vorbei ist, dann lassen Sie uns gemeinsam ein eindrucksvolles Zeichen setzen: Entziehen Sie der Kohle die „Kohle“, lassen Sie Ihr Geld statt für Konzerninteressen lieber für die Energiewende arbeiten – indem Sie mit Ihrem Stromtarif Energiegenossenschaften und lokale Solarprojekte stärken. Und wer bis zum Jahresende auf Solarstrom plus umsteigt, erhält eine Wechselprämie in Höhe von 25 Euro. Sie können bei Vertragsabschluss entscheiden, ob sie diese Prämie selbst erhalten wollen – oder an eine Initiative geben, die sich für Klimaschutz, Aufforstungsprojekte oder den Braunkohlewiderstand engagiert.

Protest vor der Kohlekommission in Berlin: Der Zeitpunkt für einen politischen Stromwechsel könnte besser nicht sein. Foto: Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

Und noch etwas: Lassen Sie sich nicht beirren. Eine sichere Versorgung aus erneuerbaren Energien ist machbar. Dass ohne Braunkohle künftig häufige Blackouts drohen, ist ein Märchen, mit dem vor Jahren schon die Atomindustrie für ihre Erzeugung geworben und Verbraucher verunsichert hat. Fakt ist, dass sich seit dem Atomausstieg die Qualität der Versorgungssicherheit in Deutschland deutlich verbessert hat, die Stromausfälle werden weniger. Wenn wir die erneuerbaren Energien konsequent ausbauen und auch steuerbare Speichertechnologien wie Windgas integrieren, dann wird eine ebenso saubere wie sichere Energieversorgung ohne Kohle schon bald Realität werden. Seien Sie dabei, um aktiv den Weg dafür zu bereiten.

Mit Ihrem Wechsel zu Solarstrom plus können Sie nicht nur jetzt eindeutig Farbe bekennen – sondern sich auch ihre ganz persönliche Teilhabe sichern, am nachhaltigen Umbau unserer Energieversorgung. Denn das Stromsystem der Zukunft wird erneuerbar, dezentral und solidarisch sein. Und genau das wollen Kohlekonzerne verhindern, weil sie um ihre Marktmacht bangen. Zeigen Sie der alten, fossilen Energiewelt, was Sie davon halten – und vollziehen Sie jetzt Ihren ganz persönlichen Kohleausstieg. Der Zeitpunkt dafür könnte besser nicht sein.

Herzlichst, Ihre

Nils Müller und Sönke Tangermann,
Vorstand Greenpeace Energy eG

Info Hier können Sie direkt zu Solarstrom plus wechseln und mehr Informationen über diesen Tarif: www.greenpeace-energy.de/hambi

Unterschriftenaktion: Greenpeace Energy unterstützt die gemeinsame Online-Petition von Greenpeace e.V., BUND und Campact, in der die Bundes- und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert werden, auf RWE einzuwirken, die Rodung des Hambacher Forsts zu stoppen. Hier können Sie direkt unterschreiben.