Sonnenschein gibt es in der kenianischen Gemeinde Ngomano im Überfluss. Dafür aber liegt sie in einer der wasserärmsten Regionen Ostafrikas. Besonders in der Trockenzeit von Juli bis Oktober kämpfen die Menschen gegen Dürre und Missernten.

Seit August 2016 nutzt eine neue Solaranlage die Kraft der Sonne und speist eine Pumpe mit Strom. Diese fördert nun für mehr als 4.000 Einwohner der Region frisches Wasser aus einem 140 Meter tiefen Brunnen empor – ein Hilfsprojekt der Hamburger Organisation Viva con Agua de Senakt Pauli e.V.

„Das ist nicht nur essenziell für die Gesundheit der Menschen“, erklärt Projektleiter Christian Wiebe. „Auch der Erhalt des Viehbestandes und damit eine stabilere Existenzgrundlage gehören zu den positiven Veränderungen.“

Greenpeace Energy spendet 20.000 Euro

Solarbrunnen_01Greenpeace Energy hat sich mit einer Spende von 20.000 Euro an dem Solarbrunnen beteiligt. Für Olaf Altmann, Leiter Vertrieb und Marketing beim Hamburger Ökostromversorger, passte beim Ngomano-Projekt von Anfang alles zusammen: „Wir haben uns ja verpflichtet, die Energiewende auch international voranzubringen“, sagt er. „Hier ist es besonders toll, mit erneuerbarer Energie einen solch konkreten Nutzen für die Menschen schaffen zu können. Wir konnten zudem vermeiden, dass die Bewohner eine der sonst üblichen dieselbetriebenen Pumpen einsetzen.“

Mit der Kraft der solarbetriebenen Pumpe wird auch ein Speicherbehälter mit Wasser gefüllt, sodass jede Person in der Gemeinde nun täglich 20 Liter zur Verfügung hat – in Kenia ein großer Zugewinn an Lebensqualität. Zudem versorgt die Anlage zwei Internatsschulen, die durch das Projekt auch Toiletten und Waschräume erhielten. „So verbessern wir auch die Lernbedingungen der Schüler“, freut sich Christian Wiebe von Viva con Agua, „eine echte Investition in deren Zukunft.“

INFO Weitere Informationen zu diesem und anderen Wasserprojekten finden Sie auf vivaconagua.org.