Im Jahr 2014 landeten durchschnittlich 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher in Deutschland im Müll.* Eine unvorstellbare Menge und eine ungeheure Verschwendung von Ressourcen für einen kurzfristigen Genuss. Wollen wir so weitermachen?

Das Thema Plastikmüll ist in aller Munde, wortwörtlich, da es mittlerweile auch in unserer Nahrungskette angekommen ist. Wie gehen wir damit um? Der seit Mitte Oktober letzten Jahres aktive „Meeresstaubsauger“ von The Ocean Cleanup am Pazifischen Müllstrudel ist aufgrund technischer Pannen erst einmal wieder an Land.

Den ganzen Müll aufwendig wieder einsammeln? Oder doch eher die Produktion von zu viel Verpackungsmüll drosseln? Die Lösung ist ganz einfach: wir können ganz leicht Einwegplastik im Alltag vermeiden, indem wir möglichst wenig Verpacktes kaufen. Schauen wir genauer hin, jeder kleine Schritt bewegt etwas. Wenn wir Kunden es wünschen, werden auch die Produzenten umdenken. Viele Unternehmen und Kunden von uns gehen heute schon neue Wege, unnötigen Plastikmüll zu vermeiden.

Christian Schumacher-Gebler, Geschäftsführer und CEO Bonnier Media Deutschland (Foto: Peter von Felbert)

„Ich ärgere mich über Bio-Gurken und Bio-Äpfel in Plastikfolie. Wir Konsumenten können das kaum ändern, der Produzent ist in der Verantwortung. Da ist es naheliegend, sich selbst als Hersteller zu hinterfragen: … Und so haben sich bei Bonnier die Verleger entschlossen, zu handeln.“

So hat die Bonnier-Verlagsgruppe der Plastikumhüllung von Büchern den Kampf angesagt. Den Weg bereitet Ullstein-Bestsellergarantin Nele Neuhaus, deren aktueller Krimi Muttertag ohne die übliche Einschweißfolie auf den Markt gekommen ist. Aufgrund der hohen Druckauflage erspart dies der Umwelt ungefähr vier Fußballfelder Plastikfolie!

Im selben Verlag ist das Buch von Will McCallum (Greenpeace Meeresexperte) Wie wir Plastik vermeiden …und einfach die Welt verändern erschienen. Der Ratgeber führt kurzweilig in die Thematik ein und zu Ende jeden Kapitels gibt es konkrete Tipps für eigene Aktionen. Er bietet Checklisten, Formulierungen und Übungen zur Vorbereitung von Kampagnen und damit direkte Handlungsoptionen. Gedruckt ist das Buch auf Recyclingpapier, die Druckfarben sind mineralölfrei und es ist konsequent nicht in Folie eingeschweißt. Ein praktisches Sachbuch von dem wir  drei Exemplare verlosen!

Ohne Verpackungsmüll und ganz besonders ohne Plastik einkaufen? Geht das heutzutage überhaupt? Ja, zum Glück gibt es Alternativen! Kaufen Sie doch mal unverpackt  ein oder versuchen Sie Verpackungsmüll im Supermarkt oder beim Bäcker zu vermeiden indem Sie Ihre eigenen Beutel verwenden.

Mit diesen Tipps können Sie ganz leicht etwas verändern:

  • eigenen Mehrwegbecher nutzen
  • Trinkflaschen (Glas oder Edelstahl) wiederbefüllen
  • Einkaufsbeutel mitbringen
  • eigene Verpackung zum Einkaufen mitnehmen
  • Pfandflaschen nutzen
  • Milch und Joghurt im Mehrwegglas kaufen
  • Bienenwachstücher statt Alu- oder Frischhaltefolie
  • den Müll trennen
  • lose Produkte einkaufen
  • keine Einmalprodukte kaufen
  • Geschenke selber machen
  • Guterhaltenes verschenken oder verkaufen
  • Altes reparieren statt Neues zu kaufen

INFO: Wir verlosen drei Bücher von Will McCallum: Wie wir Plastik vermeiden. Zum Mitmachen schreiben Sie uns bis zum 24. Februar eine E-Mail mit dem Betreff „Plastik vermeiden“ und Ihrer Postanschrift an verlosung@greenpeace-energy.de.

*Quelle: Deutsche Umwelthilfe, duh.de