Leise, grün, sauber: So kann man sich neuerdings zwischen Franktfurt am Main und Mannheim bewegen. Wie das geht? Mit dem E-Flixbus! Deutschlands erster E-Fernbus pendelt zwischen Frankfurt und Mannheim, betrieben von FlixBus – mit Strom von Greenpeace Energy.

Der Busfahrer gibt „Gas“, doch weder röhrt ein Dieselmotor, noch quillt eine Qualmwolke aus dem Auspuff. Leise setzt sich der blau-grün schimmernde Bus in Bewegung, und in ihm an diesem 24. Oktober gut 40 Passagiere auf Premierenfahrt: Mit diesem Tag startet FlixBus Deutschlands erste vollelektrische Fernbusverbindung im Linien verkehr zwischen Frankfurt und Mannheim. Sowohl am Abfahrts- wie auch am Zielort sind leistungsstarke Ladestationen installiert. Hier tanken die Busse ein- bis zweimal am Tag und über Nacht Grünstrom von Greenpeace Energy. Jede Station hat eine Leistung von 80 Kilowatt – genug, um zwei Busbatterien gleichzeitig schnell zu laden.

„Als Europas größtes Fernbusunternehmen wollen wir ein Zeichen für die Verkehrswende setzen. Wir sind stolz, dass wir gemeinsam mit Greenpeace Energy als erster Mobilitätsanbieter in Deutschland solch ein Angebot machen können.“

FlixBus-Geschäftsführer Fabian Stenger

Zugleich sendet der Marktführer ein wichtiges Signal an die konventionellen Bushersteller – die sollen endlich Alternativen zum Dieselantrieb anbieten. Tatsächlich stammt der erste E-Bus im Linieneinsatz nicht aus einer europäischen Fabrik, sondern aus China, wo in Sachen E-Mobilität nicht die Risiken gesehen, sondern die Chancen ergriffen werden. Während Mercedes, MAN, Iveco & Co. noch mauern oder schlafen, rollen in China elektrisch angetriebene Busse längst vom Band. Die Blockade-Taktik der europäischen Hersteller bei Technologien und Schadstoffgrenzwerten erweist sich also nicht nur unter Klimaschutzaspekten als unverantwortlich, sondern auch industriepolitisch als fahrlässig. Europas Fahrzeugbranche droht abgehängt zu werden, mit dramatischen Folgen für Arbeitsplätze und Wohlstand.

„Wir leiden unter einer Verkehrspolitik von gestern, die sich weiter um Verbrennungsmotoren dreht. Dabei ist der Verkehr eine der größten Quellen von Treibhausgasen“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy.

„Für den Klimaschutz brauchen wir rasch eine echte Verkehrswende.“
Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy

Also Städte für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, mit besserem öffentlichen Nah- und Fernverkehr, ob Bus oder Bahn, aber immer elektrisch oder mit grünen Treibstoffen aus erneuerbaren Energien. Noch ist die Luft in vielen deutschen Städten so schlecht, dass die EU Deutschland wegen der Überschreitung von Grenzwerten verklagt und bald erste Innenstädte für schmutzige Diesel gesperrt werden dürften. Dem neuen E-Flixbus kann das nicht passieren. Leise, sauber und klimafreundlich demonstriert er von nun an jeden Tag die Zukunft der Mobilität.