Bürgerenergie ist faszinierend und inspirierend. Doch nur Wenige, die in Bund und Ländern Energiepolitik betreiben, haben dies bisher verstanden. Einerseits wird Bürgerenergie als wichtiger Teil der deutschen Energiewende gelobt – andererseits aber politisch mittels Ausschreibungen abgewürgt. Ein neues Projekt namens „Hol‘ den Energiepolitiker!“ soll nun politische Entscheider und Bürgerenergie-Vertreter zusammenbringen. Entwickelt hat die Idee das Bündnis Bürgerenergie, das nun im Rahmen eines Crowdfundings Unterstützer dafür sucht.

„Die Politiker sollen die Bürgerenergie im Kontakt mit lokalen Gesellschaften kennenlernen, sie erleben und begreifen“, beschreibt Dominique Saad, Projektmanager beim Bündnis Bürger e.V.  (BBEn) die Idee des neuen Projektes. Bei Treffen von „Hol‘ den Energiepolitiker“ sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Sorgen, Nöte und Probleme im direkten Kontakt ungefiltert artikulieren, bekommen Raum für Diskussionen und können das Treffen ebenso zur Eigenwerbung für ihre Gesellschaft in der Region nutzen. Dieses Aufeinandertreffen füllt den Begriff sowie die Erscheinung Bürgerenergie für die Politiker mit Leben und Inhalten.

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Bürgerenergie-Vertreter wollen mit politischen Entscheidern ins Gespräch kommen. Fotos (2): Jörg Farys / BBEn

Die Idee dieses Projekts besteht darin, EnergiepolitikerInnen der Bundes- sowie Landesebene mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zusammenbringen. „In einem ersten Schritt rufen wir allgemein dazu auf, sich bei uns als Bürgerenergiegesellschaft zu bewerben und uns ein kurzes Portrait zukommen zu lassen“, erklärt Dominique Saad, „unter den Bewerbungen werden drei Bürgerenergiegesellschaften ausgewählt, von uns besucht und mit diesen ein Videoporträt erstellt.“ Mit diesem Porträt stellen sich die Gesellschaften zur Wahl um den Besuch des Energiepolitikers. Diese Wahl wird über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen auf der BBEn-Homepage stattfinden. Die erfolgreiche Gesellschaft erhält den Zuschlag für den Besuch. Das Treffen wird von uns organisiert, begleitet und abschließend dokumentiert.

Die Kampagne sei mit einem hohen Aufwand für die Besuche selbst sowie für die Erstellung der Portraits verbunden, mit denen die teilnehmenden Gesellschaften auf der BBEn-Homepage sichtbar werden – und damit auch Werbung in eigener Sache betreiben. Der BBEn sucht deshalb noch Spenderinnen und Spender, die „Hol den Energiepolitiker!“ unterstützen.

INFO Mehr zum Projekt und eine Möglichkeit zur Unterstützung finden Sie unter https://www.buendnis-buergerenergie.de/erleben/hol-den-energiepolitiker/ sowie unter https://www.gemeinschaftscrowd.de/hdep.