Die Europäische Kommission hat einen zwischen Kommission, Parlament und Ministerrat im Dezember 2017 ausgehandelten Kompromiss zur EUGebäudeeffizienzrichtlinie veröffentlicht. Die Richtlinie soll für einen klimaneutralen Gebäudebestand in der EU bis zum Jahr 2050 sorgen und enthält Vorgaben für Renovierungen, die Überprüfung des Energieverbrauchs von Gebäuden und zu Lademöglichkeiten von Elektroautos. Gerade letztere sind mit Blick auf die Ausstattung von Bürogebäuden eher ambitionslos.

In dem Papier heißt es, dass in neuen oder umfassend renovierten Nicht-Wohngebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen mindestens eine Lademöglichkeit für Elektroautos geschaffen werden soll. Zudem soll für einen von fünf Parkplätzen eine Vorverkabelung gezogen werden. Mit diesen laschen Vorgaben für die Ausstattung von Bürogebäuden  vergibt die EU-Kommission jedoch eine große Chance. Während sie für neue oder grundlegend renovierte Wohngebäude Vorverkabelungen an allen Parkplätzen einfordert, legt sie für Bürogebäude andere Maßstäbe an. Dabei wird uns der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Antriebe nur gelingen, wenn wir die Ladeinfrastruktur so schnell und umfassend wie möglich ausbauen – und das nicht nur im öffentlichen Straßenraum oder zu Hause, sondern eben auch am Arbeitsplatz.

Als nächstes wird sich nun der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten mit der Richtlinie befassen. Die Richtlinie muss dann noch vom Parlament verabschiedet werden. Die erste Gebäudeeffizienzrichtlinie stammt aus dem Jahr 2002. Sie wurde 2010 novelliert.

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