Heute bekamen wir Post – und zwar in Form einer Rückmeldung unserer Kolleginnen und Kollegen der Stromnetz Hamburg GmbH auf unsere Anmeldung von unserem simon an unser eigenes Hausnetz.

„Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen mitteilen, dass der Betrieb des „Simon“ zum heutigen Zeitpunkt im Widerspruch zu den in Deutschland allgemein anerkannten Regeln (…) steht (…).“

So heißt es in dem auf den 11.07.2016 datierten Schreiben. Beigefügt zu unserer Information wurde das VDE-Faktenblatt „Warnungen vor Erzeugungsanlagen mit Rückmeldung_StromnetzHH_01Steckern“. Soweit also nichts Neues. Dass wir die VDE-Richtlinien für dringend überarbeitungswürdig halten und die vermeintlichen Gefahren durch unsere Gutachten widerlegt sind, haben wir hier im Blog ja bereits ausgiebig erörtert.

Wirklich interessant an diesem Schreiben ist hingegen der Wortlaut. Zwar wird erneut vor Schreckensszenarien mit „erheblichen Sach- und Personenschäden“ als Folge gewarnt, allerdings wird uns der Betrieb nicht offiziell untersagt:

„Von dem Betrieb des ‚Simon‘ wird daher – auch zu Ihrer eigenen Sicherheit – dringend abgeraten“.

Also was tun? Lasst uns kurz überlegen … den simon weiter am Netz lassen. Im Gegenzug sollte in Hamburg-Bramfeld vielleicht mal bei dem Thema „erhebliche Sach- und Personenschäden“ über das Kohlekraftwerk Moorburg nachgedacht werden, das wir von unseren Büros in der Hafencity aus immer gut vor Augen haben. Denn zu den Schäden durch die dreckige Kohlekraft gibt es bereits einige handfeste Untersuchungen statt bloßer Vermutungen. Das wäre doch auch mal einen Gedanke wert, oder?

Übrigens: Wir wurden zwar 1999 von Greenpeace e.V. gegründet, sind seitdem aber ein rechtlich und finanziell von der Umweltorganisation unabhängiges Unternehmen. Immerhin, die Post kam trotzdem bei uns an.