Energie nutzen und gleichzeitig Gutes tun – kein Problem mit unserem Stromtarif Solarstrom plus: Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die unsere Solarstrom plus-Kundinnen und -Kunden verbrauchen, geben sie einen Fördercent, der in den Bau von neuen Solaranlagen in der Lausitz und im rheinischen Revier sowie in unsere politische Arbeit zum Thema Braunkohleausstieg fließt. 2018 konnten wir auf diesem Weg gleich zwei neue PV-Anlagen realisieren.

Gute Aussichten: Antje und Norbert freuen sich auf Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage. Foto: Andreas Fechner / Greenpeace Energy eG

Die erste der beiden Solaranlagen entstand auf dem Dach von Antje Grothus, die als eines der Gesichter des Widerstandes gegen die Braunkohle gilt. Den verbliebenen Rest des Hambacher Waldes bewahren, das Klima schützen und sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Braunkohlereviere entwickeln – dafür mobilisiert Antje Grothus seit Jahren all ihre Kräfte. Als Mitglied der Kohlekommission und Betroffene des Abraumgebietes im Rheinrevier leistet sie einen besonderen Beitrag für die Entwicklung von Alternativen zur Braunkohle. Die Errichtung einer eigenen Photovoltaikanlage ist für sie und ihren Lebensgefährten Norbert Heinen eine logische Konsequenz, ein Zeichen für die Zukunft, die sie sich kohlefrei vorstellen.

Gemeindepfarrer Martin Gaevert in der Evangelischen Kirche in Düren. Foto: Michael Englert / Greenpeace Energy eG

Ende Dezember 2018 haben wir mit Unterstützung unserer Solarstrom plus-Kundinnen und -Kunden dann den Bau einer 9,7-kW-Solaranlage auf dem Dach des Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde in Düren realisiert. Umringt von mehreren Tagebaugebieten ist die Kirchengemeinde in Düren bereits seit 40 Jahren im Kampf gegen die Braunkohle aktiv und hat mit der Anlage nun ein starkes Zeichen für die Erneuerbaren gesetzt. Neben der religiösen Arbeit widmet sich die Gemeinde auch sozialen Themen und erreicht viele tagebaubetroffene Bürger vor Ort. „Viele Menschen arbeiten bei RWE und sehen Ihre Zukunftsplanung und wirtschaftliche Existenz in Frage gestellt“, sagt Gemeindepfarrer Martin Gaevert, der selbst bei den friedlichen Demonstrationen um den Hambacher Wald dabei war. Als Gemeindepfarrer ist er nah an jenen Menschen dran, die sich um ihre Zukunft im Braunkohlerevier sorgen. Abnehmer des sauberen Stroms vom Kirchendach sind nun die Kirchengemeinde selbst sowie der Eine-Welt-Laden und das psychologische Bildungszentrum in Düren.

Mit dem restlichen Budget aus dem Fördertopf konnte Greenpeace Energy im letzten Jahr zusätzlich einige Initiativen und Vereine bei der Umsetzung ihrer Projekte und Ideen unterstützen. Darunter befand sich z.B. die Initiative GRÜNE LIGA, ein Netzwerk ökologischer Bewegungen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, verschiedene Bündnisse im Rahmen ihres Beitrages zum Umweltschutz zu zusammenzubringen. Auch der Waldkindergarten in Brühl, nur wenige Minuten vom Tagebau Hambach entfernt, konnte sich über eine Spende freuen, die unter anderem pädagogische Projekte in der Natur für die Kleinsten ermöglichen soll. Einen kleinen Anteil des Fördertopfes haben wir zudem für die Entwicklung unseres Großprojektes ReinRevierWende verwendet.

Solarstrom plus war 2018 in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg. Daran wollen wir anknüpfen und freuen uns auf ein neues Jahr mit vielen neuen Kundinnen und Kunden sowie weiteren spannenden Förderprojekten.

INFO Aktiv werden gegen Braunkohle – finden Sie mehr heraus über unseren Stromtarif Solarstrom plus. Wechseln Sie jetzt und setzen Sie ein Zeichen für die Zukunft.

Text: Luana Salvaggio