Ohne das Engagement von Kommunen, ohne deren lokales Know-how und ihre Nähe zu den Bürgern wird die Energiewende kaum gelingen. Im 35.000-Einwohner-Städtchen Nienburg/Weser ist deshalb ein eigenes Klimaschutzteam für die Überzeugungsarbeit im zugehörigen niedersächsischen Landkreis zuständig – und dies gut vernetzt mit anderen lokalen Klimaschutz-Aktivisten aus Parteien und Verbänden. Warum die Speichertechnologie Windgas für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar ist, ließen sich die Nienburger gestern Abend im historischen Rathaus des Fachwerkstädtchens vom Windgas-Pionier Greenpeace Energy erläutern, das seinem Gasprodukt proWindgas schon heute erneuerbaren Wasserstoff beimischt.

Leistungsfähige Speichertechnologien sind der Schlüssel für eine vollständige Energiewende. Denn sie fangen Stromüberschüsse von „fluktuierenden“ Energien aus Wind und Sonne auf, wenn diese mehr produzieren als das Netz aufnehmen kann, und speisen sie wieder aus, wenn der Wind mal nicht weht und sich Wolken vor die Sonne schieben. Nur Windgas, präsentierte 141212_Windgas_c_Christoph_Rasch (10)Pressesprecher Michael Friedrich die Ergebnisse einer neuen wissenschaftlichen Studie, hat die Kapazitäten, die im Zuge der Energiewende ständig steigenden Stromüberschüsse aus Wind und Sonne vollständig einzuspeichern. Per Elektrolyse lassen sie sich zu erneuerbarem Wasserstoff und (nach einem weiteren Verarbeitungsschritt) in Methan umwandeln – und ins vorhandene Gasnetz einspeisen. Die so speicherbaren Energiemengen reichen aus, Deutschland bis zu drei Monate mit Strom aus Gaskraftwerken zu versorgen, wenn Wind und Sonne einmal über längere Phasen zu wenig Strom liefern sollten. Dies leistet keine andere Speichertechnologie. So macht Windgas die Energieversorgung auch  mit Erneuerbaren Energien sicher – für eine Industrienation wie Deutschland ein unverzichtbares Kriterium.

Beim Ausbau der Erneuerbaren ist die Region schon vorangekommen. Doch beim Aufbau der nötigen Speicherkapazitäten schon weiter: Inzwischen produzieren bereits die ersten kommunalen Energieversorger Windgas mit eigenen Elektrolyseuren. Ein Thema, an dem sicher auch Nienburgs Klimaschützer weiter arbeiten werden.